Verwaltungsrat Agro Energie Schwyz

Neuer Hauptaktionär für Agro Energie Schwyz

Die Agro Energie Schwyz AG erhält einen neuen Hauptaktionär: Mit der Profond Vorsorgeeinrichtung gewinnt das Energie-Unternehmen aus Schwyz einen starken Partner.

pd. Seit 2009 hat die Agro Energie Schwyz AG das Energiezentrum Wintersried und die Netzinfrastruktur aufgebaut. Mittlerweile sind mehr als 70 km Fernwärmeleitungen verlegt und mehr als 900 Gebäude am Netz angeschlossen. Im Jahr 2015 wurde Wärme verkauft, die für 5 800 Haushalte reicht. Der moderne Anlagenpark im Wintersried findet schweizweit Anerkennung.

40 Arbeitsplätze geschaffen

Möglich gemacht wurde diese Erfolgsgeschichte durch die grosse und ungebremste Nachfrage der Fernwärmekunden, aber natürlich auch durch die Unterstützung und der Überzeugung der Aktionäre für diese nachhaltigen und sinnvollen Infrastrukturbauten. So wurden für die Region nicht nur 140 Mio. Franken in Infrastruktur investiert und 40 Arbeitsplätze geschaffen, sondern die Grundlage für eine nachhaltige regionale Wertschöpfungskette geschaffen.

Langfristige Investition

Um den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes nach Steinen und weiter bis nach Arth zu finanzieren, sind weitere substantielle Investitionen erforderlich. Und weil solche Investitionen von langfristiger Natur sind, ist die Agro Energie Schwyz AG ein ideales Gefäss für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont. Mit der Profond Vorsorgeeinrichtung hat die Agro Energie Schwyz AG einen solchen optimalen Partner und neuen Hauptaktionär gefunden.

Pensionskasse als Hauptaktionär

Die Profond Vorsorgeeinrichtung bietet auf KMU zugeschnittene Vorsorgelösungen zu Bedingungen, die sonst nur für grössere Unternehmen gelten. Profond verwaltet ein Vermögen von über 5,8 Mrd. Franken von knapp 40 000 Versicherten. Der Hauptsitz der Sammelstiftung befindet sich in Thalwil. «Die Agro Energie Schwyz AG hat in kurzer Zeit sehr viel aufgebaut und erreicht. Wir sind von den Projekten und dem Team überzeugt und freuen uns sehr, als Hauptaktionärin und Finanzpartnerin der Agro Energie Schwyz AG bei der Umsetzung derer Vision mitzuwirken», sagt Andreas Höchli, Vize-Präsident des Stiftungsrats von Profond und neuer Verwaltungsratspräsident der Agro Energie Schwyz AG. Der neue Delegierte des Verwaltungsrats, Valentin Gerig, fügt hinzu: «Profond möchte den Wärmespeicher und den Netzausbau bis nach Arth und damit das einmalige Potential dieses Schwyzer Energie-Unternehmens realisiert sehen.» Als dritter Vertreter von Profond nimmt Beat Badertscher im Verwaltungsrat der Agro Energie Schwyz AG Einsitz.

Rund 68 % der Aktien wird die Profond Vorsorgeeinrichtung halten. Die restlichen Aktien teilen sich auf die bisherigen Aktionäre Genossame Schwyz sowie Baptist Reichmuth und Georges Schelbert auf. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

OAK Energie AG und EBS ziehen sich zurück

Die OAK Energie AG als 100%-ige Tochter der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK) und das Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz AG (EBS) ziehen sich als bisherige Aktionäre aus der Agro Energie Schwyz AG zurück. Dazu sagt der EBS Verwaltungsratspräsident Ruedi Reichmuth: «Die bei uns anstehende Konzessionserneuerung erfordert die Fokussierung auf unser Kerngeschäft, die Stromerzeugung und –verteilung. Diese Fokussierung verlangt eine Konzentration der Geldmittel. Dieser erhöhte Finanzierungsbedarf würde der Mittelbindung zugunsten der Agro Energie Schwyz AG im Wege stehen.» Und der Verwaltungsratspräsident der OAK Energie AG, Daniel von Euw, erklärt: «Wir haben uns damals für eine Starthilfe mit klar limitiertem Mitteleinsatz entschieden. Seither konnte eine intensive Liefer- und Zusammenarbeitsbeziehung aufgebaut werden. Der Ausstieg ermöglicht den Einstieg eines starken Finanzpartners mit hohem Anlagebedarf.»

Baptist Reichmuth bleibt CEO

Für die Mitarbeiter wird sich nichts ändern: Baptist Reichmuth wird weiterhin als Geschäftsführer tätig sein und mit seinem Team die Strategie des Unternehmens weiter umsetzen. «Ich freue mich ausserordentlich, dass wir einen starken Partner gefunden haben und die geplanten Ausbauprojekte zusammen umsetzen können. Für die Region ist dies eine grosse Chance!», sagt Reichmuth. Auch für die Kunden wird sich nichts ändern, die bestehenden Verträge mit der Agro Energie Schwyz AG bleiben unverändert gültig.

.